Die Philosophie

Von Verlag Heiko Bittmann - Bittmann, Heiko. Karatedô. Der Weg der Leeren Hand. Meister der vier grossen Schulrichtungen und ihre Lehre. Ludwigsburg und Kanazawa.
Von Verlag Heiko Bittmann - Bittmann, Heiko. Karatedô. Der Weg der Leeren Hand. Meister der vier grossen Schulrichtungen und ihre Lehre. Ludwigsburg und Kanazawa.

 

Es geht nicht ums Kämpfen oder Gewinnen!

Sicherlich hast Du eine Vorstellung von Karate: Man schlägt gegenseitig auf die Nase und bricht sich dabei die Knochen? Man macht Techniken in der Luft und hofft dabei ein paar Kilos zu verlieren?

Dabei ist Karate nicht so einseitig und oberflächlich.
Schon der Name Karate-dō, der Weg der leeren Hand besagt, dass es eine Philosophie hinter der Kunst gibt und es als Lebensweg zu unterstreichen ist.

Karate hat einen spirituellen Kern aus weltanschaulichen Elementen des Zen und des Taoismus. Es handelt sich hierbei um aktive Meditation. Durch das Ausführen der Katas soll das Ki, die Energie des Körpers und das Bewusstsein durch konzentrierte Bewegungen gestärkt werden.

Die Grundsätze der Philosophie wurden von Gichin Funakoshi als Shōtō Nijū Kun, die 20 Paragraphen des Karate niedergeschrieben:

1. Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.

2. Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.

3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.

4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.

5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.

6. Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.

7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.

8. Denke nicht, dass Karate nur im Dōjō stattfindet.

9. Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun.

10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.

11. Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.

12.Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.

13.Wandle dich abhängig vom Gegner.

14. Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.

15. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.

16. Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.

17. Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.

18. Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.

19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.

20. Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.

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